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Die Windelflitzer
Bauprojekt in Zuffenhausen:

Domizil für den Lebensabend ist bald fertig

| ZuZu Redaktion | Aktuelles

Das Samariterstift Zuffenhausen soll im Februar 2023 für 93 Bewohner eröffnet werden. Die Kosten für den Neubau liegen bei etwa 19 Millionen Euro. Von Georg Friedel

Das neue Samariterstift nimmt Gestalt an: Die Bauarbeiten für das Pflegehaus an der Markgröninger Straße 39 sind bereits weit fortgeschritten. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagt Bauingenieur Sixten Schoo, der bei der Samariterstiftung für die Projektkontrolle zuständig ist. Voraussichtlich Mitte Februar 2023 können die älteren Menschen in das neue Samariterstift Zuffenhausen einziehen.

Im Sommer 2020 wurde mit dem Abriss des alten Gebäudes an gleicher Stelle begonnen. Interimsweise zogen rund 60 Senioren in einen Neubau der Samariterstiftung nach Leonberg. Anfang Dezember 2020 erfolgte der erste Spatenstich. Als planerische Hürde erwies sich bei den Bauarbeiten die knappe Zufahrt- und Abfahrtsituation sowie die enge Hanglage im Herzen von Zuffenhausen: „Der geringe Platz war die größte Herausforderung“, sagt Rolf Watzl. Der Projektleiter des Generalunternehmers Rommel-SF-Bau war daher bei der Baulogistik sehr gefordert. Auch der Aushub und die Gründung des Baues stellte spezielle Anforderungen. Denn das Grundstück fällt von der Unterländerstraße bis zur Markgröninger Straße um mehrere Meter ab. Für die Gründung des Neubaus seien etwa 120 Betonpfähle verwendet worden, sagt Watzl. Die Kosten für das Neubauprojekt liegen bei rund 19 Millionen Euro.

SamaZuff1 350Herzstück ist die Wohnküche mit Aufenthaltsbereich
In dem Haus können künftig 93 Bewohner gepflegt und betreut werden. Neben der Dauerpflege gibt es auch Kurzzeitpflegeplätze. Die älteren Menschen werden in 15-köpfigen Hausgemeinschaften untergebracht: Das Herzstück der sieben Hausgemeinschaften bildet jeweils eine Wohnküche mit einem Aufenthaltsbereich und einem Gemeinschaftsbalkon. „Hier spielt sich das tägliche Leben in der Gemeinschaft ab“, sagt Hausleiterin Eva Neumeier. Im oberen Stockwerk des fünfgeschossigen Hauses sind zwei Einzel- und zwei WG-Wohnungen für junge Auszubildende und Pflegekräfte vorgesehen.

Begegnungsräume liegen an der Markgröninger Straße
Im geschützten Innenbereich des L-förmigen Hauses wird es zwei Gartenbereiche auf zwei Etagen (EG und UG) geben. An der Markgröninger Straße, wo auch der Eingang liegt, wird im UG ein größerer Begegnungsbereich mit Zugang zum Garten geschaffen. Hier gibt es Raum für offene Angebote, Gemeinschaft und Andacht. „Wir sind bereits gut vernetzt im Stadtbezirk“, betont Neumeier. Dieses Netzwerk kann nun noch enger geknüpft werden.

Das Samariterstift Zuffenhausen blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück: Bürger aus Zuffenhausen hatten das Haus einst mitfinanziert. Eröffnet worden war das Seniorenheim bereits im Jahr 1967, damals noch unter dem Namen „Haus am Bühl“. 1971 ging die Einrichtung vollständig an die Samariterstiftung über.

Das Interesse am neuen Haus ist groß
Noch haben die Handwerker im Gebäude einiges zu tun. Aber bis Ende dieses Jahres wird das neue Pflegehaus weitgehend fertig sein. Voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres solle es dann einen Tag der offenen Tür im neuen Samariterstift geben, sagt Neumeier: „Denn das Interesse der Einwohnerschaft ist groß.“ Kein Wunder: Oben auf dem Balkon im vierten Obergeschoss ist der Panorama-Blick über Zuffenhausen besonders schön. Und gleich neben dem Haus spielen Kinder im katholischen Kindergarten St. Antonius und in den Pausen im Hof der Rosenschule. „So mancher unserer Bewohner ist dort selbst als Kind zur Schule gegangen“, weiß die langjährige Hausleiterin des Samariterstiftes.

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