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Vereinbarungen für alle Standorte getroffen:

Bosch plant Abbau von 22.000 Stellen – Kündigungsschutz bleibt vorerst bestehen

| ZuZu Redaktion | Aktuelles

Wie die StZ berichtete, hat der Technologiekonzern Bosch bei seinem umfangreichen Sparprogramm eine wichtige Etappe erreicht. Für den geplanten Abbau von weltweit rund 22.000 Arbeitsplätzen seien inzwischen Vereinbarungen für die einzelnen Standorte getroffen worden.

Besonders im Fokus steht dabei der Standort Stuttgart-Feuerbach, der mit rund 12.000 Beschäftigten der größten Bosch-Standort überhaupt ist. Dort wurde laut Bericht über mehrere Vereinbarungen verhandelt; ein Großteil davon ist bereits abgeschlossen. Lediglich für einen Bereich der Digitalsparte, die vor allem interne IT-Dienstleistungen erbringt, dauern die Gespräche noch an.

Der geplante Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Sparprogramms des Konzerns. Nach Angaben des Betriebsrats waren die Verhandlungen darüber schwierig. Ziel der Arbeitnehmervertreter sei es gewesen, die Auswirkungen möglichst zu begrenzen, etwa durch Qualifizierungsangebote oder die Übernahme von Auszubildenden.

Gleichzeitig konnten Regelungen vereinbart werden, die betriebsbedingte Kündigungen zunächst ausschließen. Je nach Standort und Geschäftsbereich gilt dieser Schutz mindestens bis 2029, teilweise sogar bis 2032. Allerdings wurden die Bedingungen dafür angepasst.
So enthält die Vereinbarung eine sogenannte „Hagelschlag-Klausel“. Sie ermöglicht es der Unternehmensführung, erneut über Maßnahmen zu verhandeln, falls vereinbarte Ziele beim Stellenabbau nicht erreicht werden sollten. Nach Einschätzung der Arbeitnehmerseite seien die Voraussetzungen dafür jedoch so eng gefasst, dass ein Einsatz dieser Regelung nur im Ausnahmefall denkbar sei.

Der Abbau der Stellen soll vor allem über Instrumente wie Abfindungsprogramme, Vorruhestandsregelungen und natürliche Altersabgänge erfolgen. Eine bestehende Vereinbarung zur Sicherung der deutschen Standorte der Autosparte bleibt davon unberührt und schließt Kündigungen teilweise ebenfalls bis Ende der 2020er-Jahre aus.

 

(Foto: Der Bosch IT-Campus in Stuttgart-Feuerbach. Foto: Laserlicht, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0)