Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles

Stuttgart 21-Hiobsbotschaft:

OB Nopper fordert Klarheit und Transparenz und will "ungemütlich werden"

| ZuZu Redaktion | Aktuelles

Nach Berichten über mögliche weitere Verzögerungen bei der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 fordert Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper vollständige Transparenz über den tatsächlichen Projektstand, konsequente Maßnahmen zur Beschleunigung und zur Verringerung der Belastungen für die Menschen in Stadt und Region.

Die Deutsche Bahn müsse nun auch für spürbare Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger während der anhaltenden Bauphase sorgen.

OB Nopper: „Wenn die Spekulationen zutreffen, dann ist dies eine Hiobsbotschaft für Stuttgart und für das Projekt Stuttgart 21. Die Idee von Stuttgart 21 bleibt großartig – die Ausführung entwickelt sich offenbar zu einem Fiasko. Ich habe bei der vorletzten Sitzung des Lenkungskreises Stuttgart 21 gegenüber der Deutschen Bahn gesagt, im Falle weiterer Verzögerungen nicht nur ungeduldig zu werden, sondern auch ungemütlich. Dies werde ich jetzt auch. Frau Palla muss Tabula rasa machen. Sie muss mit schonungsloser Offenheit darstellen: Was ist falsch gelaufen? Warum ist es falsch gelaufen? Was ist wann und wie tatsächlich möglich in Sachen der Inbetriebnahme von Stuttgart 21? Gibt es Beschleunigungspotenziale?

Viele zweifeln jetzt an der Deutschen Bahn und an der Umsetzung von Großprojekten in Deutschland. Die Deutsche Bahn muss nunmehr mit ganzer Kraft die Zweifler widerlegen und unter Beweis stellen, dass sie doch Großprojekte kann. Sie muss alles dafür tun, dass der Name unserer Stadt nicht mit einem nicht enden wollenden Jahrhundertprojekt in Verbindung gebracht wird. Und sie muss ohne schuldhaftes Zögern dafür sorgen, dass die Beeinträchtigungen durch die Baustelle für die Menschen in Stadt und Region abgemildert werden und gerade auch die Wegeführung am Hauptbahnhof schnellstmöglich verbessert wird. Ich habe den Eindruck, dass die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla mit der notwendigen Transparenz und Entschlossenheit ans Werk geht.“