Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles

Narren übernahmen beim Rathaussturm das Kommando:

Mit Getöse, Spektakel und frechen Sprüchen wurde die Zuffenhäuser Obrigkeit herausgefordert

| ZuZu Redaktion | Aktuelles

Bestes Wetter, ausgelassene Stimmung und fantasievolle Kostüme: Pünktlich um 13.30 Uhr heizten die Narren vor dem Zuffenhäuser Rathaus die Stimmung an, bevor sich die Zünfte an der Zehntscheuer zum kleinen Umzug formierten. Am Bezirksrathaus angekommen, ging es dann gleich direkt zur Sache...

Vom Balkon aus versuchte der Rathausschef zunächst, dem närrischen Treiben Einhalt zu gebieten. Das „Traumtänzer“-Volk solle doch besser gleich wieder nach Hause gehen – die Stadtkasse sei schließlich leer und seine Zeit knapp bemessen. Unterstützung erhielt er von seiner Stellvertreterin Karin Buschkühl, Mitarbeitenden und Bezirksbeiräten. Politik und Stadtplanung verstünden die Narren ohnehin nicht, ließ er wissen – „Aus, vorbei! Schert euch weg!“

Doch die Antwort der Narren ließ nicht lange auf sich warten. Angeführt von Daniela Flachs, Präsidentin des Karnevalsclubs Stuttgarter Rössle e. V., konterte die bunte Schar schlagfertig: Geldmangel höre man oft genug – entscheidend sei schließlich, wie es eingesetzt werde. Begleitet wurde das Spektakel vom Spielmannszug der Filderersowie rund einem Dutzend Gesellschaften aus Stuttgart und dem Umland. Auf dem Platz mischten unter anderem der Karnevalsclub Stuttgarter Rössle mit seinen Musketieren, die Karnevalgesellschaft Blau-Weiss Stuttgart, die Walddruiden, die Weilemer Hörnleshasa und viele weitere mit.

Die Forderung war klar: „Rücken Sie den Schlüssel raus!“ Gleichzeitig nutzten die Narren die Bühne für närrisch verpackte Kritik – von der Vermüllung im Stadtbezirk bis zur fehlenden großen Halle für Vereinsfeste in Zuffenhausen. „Das, was wir wollen, ist gar nicht so viel“, lautete die Botschaft.

Der Rathausschef hielt dagegen und verwies auf die neue mobile Schwimmhalle – eine „Weltneuheit“ – sowie auf die beiden neuen Wohngebiete im Stadtteil Rot. Doch die Narren zeigten sich unbeeindruckt. Nach kurzem Gerangel auf dem Balkon eroberte schließlich die Prinzessin unter dem Jubel des Publikums den schwarz-gelben Rathausschlüssel. Die Obrigkeit wurde symbolisch mit weißer Fahne aus dem Rathaus geleitet.

Siegesgewiss zog die närrische Schar anschließend weiter zum traditionellen „Prösterchen“ in die Zehntscheuer. Dort warteten nicht nur Brezelhälften, sondern auch zahlreiche bunte Narrenorden – diesmal für die geschlagene, aber gut gelaunte Obrigkeit.

 

Foto oben: Auf dem Balkon des Zuffenhäuser Rathauses gab sich Bezirksvorsteher Saliou Gueye (dritter von rechts, in Bayrischer Tracht) der närrischen Übermacht geschlagen.


Hier noch ein paar weitere Impressionen vom Rathaussturm 2026:
(Fotos: Redaktion zuffenhausen-aktuell)

 DSC09741.jpeg

DSC09750.jpeg

DSC09765.jpeg

DSC09818.jpeg

DSC09821.jpeg

DSC09822.jpeg

DSC09830.jpeg

DSC09835.jpeg

DSC09871.jpeg

DSC09876.jpeg