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Bargeldaus ab August 2026:

SSB schafft Barzahlung im Bus ab – weiterer Schritt Richtung bargeldloser Alltag

| ZuZu Redaktion | Aktuelles

Wer in Stuttgart künftig direkt beim Busfahrer ein Ticket kaufen möchte, muss dafür eine Karte oder ein digitales Zahlungsmittel bereithalten. Wie die SSB und u.a. der SWR berichtete, akzeptiert die SSB seit dem heutigen Donnerstag (30.07.) in ihren Bussen kein Bargeld mehr.

Fahrkarten können beim Fahrpersonal nur noch kontaktlos bezahlt werden – etwa mit Girocard, Debit- oder Kreditkarte sowie per Smartphone oder Smartwatch. Wer bar bezahlen möchte, muss sein Ticket bereits vor Fahrtantritt an einem Automaten, in einer Vorverkaufsstelle oder über andere Verkaufswege erwerben.

Die SSB wollte diese Umstellung bereits am 1. Juli einführen, hat sie dann aber auf ende Juli verschoben. Sie verweist auf mehrere Vorteile der Umstellung: Das Ein- und Aussteigen soll schneller erfolgen, Verspätungen durch den Ticketverkauf im Bus sollen reduziert und der organisatorische Aufwand für das Bargeldhandling verringert werden. Auch Sicherheitsaspekte spielen dabei eine Rolle.

Gleichzeitig dürfte die Entscheidung nicht überall auf Zustimmung stoßen. Vor allem ältere Menschen, Gelegenheitsfahrgäste, Kinder oder Personen ohne Bankkarte oder Smartphone könnten sich durch den Wegfall der Barzahlung benachteiligt fühlen. Kritiker sehen darin einen weiteren Schritt hin zu einem Alltag, in dem Bargeld immer mehr an Bedeutung verliert und digitale Bezahlformen zunehmend zur Voraussetzung werden.

Die Diskussion reicht dabei weit über den öffentlichen Nahverkehr hinaus. Ob im Einzelhandel, beim Parken oder an Selbstbedienungskassen – vielerorts werden digitale Zahlungsmethoden inzwischen bevorzugt oder sogar vorausgesetzt. Für die einen ist das ein Ausdruck moderner und effizienter Abläufe, für die anderen bedeutet es den schrittweisen Verlust eines bislang selbstverständlichen Stücks Wahlfreiheit.

Die Entwicklung dürfte deshalb auch in Stuttgart und den Stadtbezirken aufmerksam verfolgt werden – denn die Frage, wie viel Digitalisierung sinnvoll ist und wo sie Menschen ausschließt, beschäftigt inzwischen weit mehr Lebensbereiche als nur den Ticketkauf im Bus.

Foto: Wikimedia Commons, CC0

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