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Aktuelles

Freitag, 27. März, 19 Uhr

Zukunftswerkstatt e.V.: Konzert mit Liedern von Friedrich Holländer, der vor den Nazis fliehen musste

| ZuZu Redaktion | Ausgewählte Veranstaltungen
An diesem Abend zelebrieren wir die zeitlose Kunst eines Genies, dessen Lieder auch heute noch unsere Herzen berühren und uns zum Nachdenken anregen, die bittersüße Schönheit, den beißenden Witz und die unvergleichliche Eleganz von Friedrich Hollaender …
… mit der Hingabe der Diva, die bei den Größten in die Lehre geht und viel, aber noch lange nicht alles über sich selbst gelernt hat, und dem virtuosen Feingefühl des wunderbaren Pianisten Vladimir Romanov.

Ein Abend, der Sie verführen will in eine Welt voller Erinnerungen, Sehnsüchte und unvergänglicher Melodien.

Friedrich Hollaender (1896-1976) war weit mehr als nur ein Komponist. Er war ein Wanderer zwischen den Welten, ein Meister der musikalischen Satire und ein Chronist seiner Zeit. Geboren in London als Sohn des Komponisten Victor Hollaender, landete er in Berlin, wo er zu einem der prägendsten Köpfe der Kabarett- und Revueszene der „Goldenen Zwanziger“ avancierte. Seine Werke spiegelten den Geist einer Ära wider – mal frivol, mal tiefgründig, immer jedoch mit einer unnachahmlichen Eleganz und Ironie. Hollaender schrieb unzählige Chansons, Revuen, Operetten und Filmmusiken, die nicht nur die Bühnen Berlins eroberten, sondern auch den internationalen Film, insbesondere durch seine legendäre Zusammenarbeit mit Marlene Dietrich.

Den Nazis waren Persönlichkeiten wie Friedrich Hollaender ein Dorn im Auge und als jüdischer Künstler musste er 1933 überstürzt aus Deutschland fliehen.
Er wurde in Hollywood Teil einer Exilgemeinschaft und schrieb dort die Musik für weit über 100 Filme. Oft erschien sein Name nicht einmal in den Credits, aber viermal wurde seine Filmmusik für den Oskar nominiert. Dort schrieb er auch seinen Roman „Those Torn from Earth“ … der Titel sagt eigentlich schon alles.

Hollaender kehrte 1965 nach Deutschland zurück und versuchte wieder im Kulturbetrieb Fuß zu fassen. Er starb 1976 in München.

Konzert
Gesang: Elke Banabak
Klavier: Vladimir Romanow

Zukunftswerkstatt e.V. lädt Sie dazu herzlich ein. Eintritt frei.

Ort: Bürgerhaus Rot