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Stadt will gemeinsam mit Vereinen Handlungsoptionen prüfen:

Kann eine drohende Schließung des SSV-Bädle ab 2027 doch abgewendet werden?

| ZuZu Redaktion | Aktuelles

Die Stadt Stuttgart bezuschusst vier Vereinsbäder, darunter auch das Bädle des SSV Zuffenhausen. Doch die gestiegenen Kosten sprengen den Etat.

Für 2026 stehen einmalig höhere Mittel bereit. Gemeinsam mit den Vereinen werden verschiedene Optionen geprüft, um den Betrieb nachhaltig zu sichern.

Die Förderung von Sport, Bewegung und insbesondere des Schwimmsports ist ein zentrales Anliegen der Landeshauptstadt Stuttgart. Nach der Sitzung des Sportausschusses am 21. April kam es zu einer medialen Diskussion über die Zukunft der vereinseigenen Bäder. Jetzt stellt die Stadtverwaltung die Sachlage klar.

Das Amt für Sport und Bewegung bezuschusst die vier vereinseigenen Bäder des ASV Botnang, MTV Stuttgart, SSV Zuffenhausen und SV Cannstatt mit rund 80 Prozent der Betriebskosten, wie es die Sportförderrichtlinien vorgeben. In den vergangenen Jahren ist der Zuschussbedarf jedoch deutlich gestiegen. Während dieser im Jahr 2022 noch bei rund 816.000 Euro lag, beläuft er sich heute auf deutlich über 1,4 Millionen Euro pro Jahr. Ursache hierfür sind insbesondere gestiegene Energiepreise, höhere Personalkosten sowie zunehmende Aufwendungen für den Bauunterhalt und die Instandhaltung. Demgegenüber steht ein im städtischen Haushalt verankerter jährlicher Zuschussansatz von rund 730.000 Euro, der seit mehreren Jahren unverändert ist. Damit ist absehbar, dass dieser Betrag nicht mehr ausreicht, um den Betrieb aller vier Bäder im bisherigen Umfang sicherzustellen. Im Jahr 2026 stehen einmalig Zuschussmittel in Höhe von 1,4 Mio. Euro zur Verfügung. Damit können die Vereine das „Übergangsjahr“ nutzen, um  sich Gedanken über das „Ob“ und „Wie“  des Weiterbetriebs ihrer Bäder zu machen.

Gemeinsame Prüfung von Handlungsoptionen

Dabei stimmt sich die Sportverwaltung mit den betroffenen Vereinen eng ab. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen für die Sportvereine zu entwickeln. m Gespräch sind diese Szenarien:

  • Anpassungen im Betriebsumfang einzelner Anlagen
  • Optimierungen auf der Kosten- und Einnahmenseite
  • sowie strukturelle Veränderungen, einschließlich einer möglichen Reduzierung der Anzahl der betriebenen Bäder.

Daniela Klein, Leiterin des Amts, sagt: „Uns ist bewusst, welche Bedeutung die vereinseigenen Bäder für viele Menschen in Stuttgart haben – für den Sport, für das Ehrenamt und als soziale Treffpunkte. Gerade deshalb suchen wir gemeinsam mit den Vereinen intensiv nach Lösungen, um möglichst viele Angebote zu erhalten. Klar ist aber: Ohne zusätzliche Haushaltsmittel oder Einsparungen in anderen Bereichen der Sportförderung kann der steigende Finanzbedarf nicht vollständig gedeckt werden.“ Und weiter: „Bis zum Sommer analysieren wir mit den Vereinen den baulichen Zustand der Anlagen, deren Auslastung sowie die Bedeutung für den Schul-, Vereins- und Breitensport.“ Entscheidungen der Verwaltung und des Gemeinderats sind für Sommer 2026 vorgesehen. Klein betont: „Die Landeshauptstadt bekennt sich zur Förderung des Schwimmsports und der ehrenamtlich getragenen Vereinsstrukturen. Wir wollen eine attraktive, bedarfsgerechte und dauerhaft tragfähige Sportinfrastruktur für alle Bürgerinnen und Bürger sicherstellen.“

 

Wie der SSV Zuffenhausen über die drohende Schließung seines Bädle denkt, können Sie hier lesen.